TROJA – Ein Antikenzyklus nach Euripides in einer Bearbeitung von Melinda Nadj Abonji

Mit den Dramen «Iphigenie in Aulis», «Die Troerinnen» und «Hekabe» beschrieb Euripides nicht nur den Trojanischen Krieg selbst. Vielmehr beleuchtete er das komplexe Geflecht der Gründe hinter dem Feldzug sowie die Gräuel der Vergeltung nach der Eroberung der Stadt. Im Zentrum stehen die Frauen als Leidtragende und Projektionsflächen eines vor allem von männlichen Eitelkeiten und Machtansprüchen dominierten Konflikts.

Die Arbeit an antiken Stoffen bildet einen Schwerpunkt im künstlerischen Schaffen des Regisseurs Ingo Berk, der die archaischen Dramen als fesselnde Politthriller von heute erzählt, indem er die grossen politischen Konflikte aus einer intim-persönlichen Perspektive beleuchtet. In einer eigens für die Luzerner Inszenierung entstehenden Neubearbeitung durch Melinda Nadj Abonji lenkt «TROJA» den Blick auf die Ursachen eines Krieges und auf seine Auswirkungen, die wir überall auf der Welt beobachten können. Denn irgendwo herrscht Krieg. Immer.

Bühne Damian Hitz, Kostüme Karin Jud, Musik Patrik Zeller, Licht Marc Hostettler, Dramaturgie Nikolai Ulbricht

Premiere 18. Januar 2020 am Luzerner Theater