WIE VERSTECKT MAN EINEN ELEFANTEN? von Joel Horwood nach Gillian Cross

Um 1860, irgendwo in Amerika: Eine trostlose Kleinstadt erlebt ihr graues Wunder, als ein zwielichtiger Schausteller einen echten Elefanten präsentiert. Alle sind gebannt von diesem gutmütigen Riesen namens Khush, denn noch nie ist man einem so imposanten Tier so nahe gekommen. Als der tollpatschige Waisenjunge Tad Schutz vor zwei Bösewichten sucht, landet er just in dem Eisenbahnwaggon, der Khush von Ort zu Ort befördert. So beginnt ein Abenteuer, das Tad gemeinsam mit der blitzgescheiten und (fast!) gleichaltrigen Cissie und dem Elefanten Khush über Flüsse und durch Sümpfe führt. Immer dicht auf den Fersen sind ihnen die beiden unheimlichen Gestalten aus Tads Heimatstadt, die ihre Augen auf den wertvollen Dickhäuter geworfen haben. Doch wie versteckt man einen Elefanten?

Als spannenden Wettlauf durch die weitläufigen Landschaften Amerikas entfaltet die Autorin Gillian Cross in ihrem Roman „The Great Elephant Chase“ diese Erzählung einer fabelhaften Freundschaft zwischen zwei mutigen Kindern und einem liebenswerten Elefanten. Das Buch wurde u.a. mit dem Whitbread Book Award ausgezeichnet.

Puppendesign und Co-Regie Mervyn Millar (Significant Object), Bühne und Kostüme Damian Hitz, Musik Patrik Zeller, Licht Norbert Gottwald, Dramaturgie Tobias Herzberg

Tad Leonard Dick, Cissie Maresi Riegner, Eins (Mr. Keenan, Mr. Eastcoate u.a.) Marcus Kiepe, Zwei (Mrs. Nagel, Tante Ketty u.a.) Elisabeth Augustin, Drei (Mr. Jackson u.a.) Gunther Eckes, Vier (Esther u.a.) Alexandra Henkel, Khush Katharina Halus, Daniel-Frantisek Kamen, Iris Schmid, Stephan Witzlinger und Stephanie Grünberger

Uraufführung 26. Oktober 2019 am Burgtheater Wien/Kasino

„Die beiden Regisseure Berk & Millar erzählen locker und witzig die Geschichte von den zwei Waisenkindern Tad und Cissie, die gemeinsam mit Khush, dem Elefanten unterwegs sind, für die ganze Familie: ein spektakuläres Schauspiel mit Menschen und einem lebensechten Elefanten, das sie überzeugend auf die Bühne im Kasino bringen. (…) Die wundersame Reise mit dem prächtigen Tier sollte Jung und Alt gesehen haben. Das Publikum war begeistert. Großartig!“ (Florian Krenstetter, Kronen Zeitung, 28.10.2019)

Mit den Kinderstücken hat das Burgtheater des Martin Kusej mehr als Glück. „Wie versteckt man einen Elefanten?“ wird im Kasino nicht nur für ein kindliches, sondern auch ein erwachsenes Publikum zum großen Vergnügen – und zum vollinhaltlichen Theaterabend. (…) Man hat für diese Aufführung keine Kosten und Mühen gescheut, und was Mervyn Millar hier auf die Bühne gezaubert hat, verdient wahrlich, dass man ihn einen „britischen Puppenspiel­Magier“ nennt. Elefant Kush wird von vier Leuten „betrieben“, und doch ist es so (und das ist das Wunder), als gäbe es die Menschen gar nicht und Kush existierte tatsächlich alleine, als er selbst, als Elefant und, mehr noch, als Persönlichkeit. (…) Die Autorin des Buches, Gillian Cross, war bei der Premiere und sah sichtlich vergnügt dabei zu, wie Regisseur Ingo Berk da mit Hilfe des einfallsreichen Ausstatters Damian Hitz die Dramatisierung in zwei wunderbaren, immer aufregenden Spielstunden auf den Boden des Kasinos gestellt hat. Alle spielen auch in dem Sinn mit, dass sie die Versatzstücke (darunter ein vielfach zu verwendender „Eisenbahnwaggon“) verschieben und abwechselnd erzählen, wie es mit der Geschichte weitergeht, bevor sie in die nächsten Rollen schlüpfen (…) Das alles ist, natürlich auch dank des Elefanten Kush. ein echtes Erlebnis, das gerechterweise zum Theaterhit der Stadt werden sollte. (Renate Wagner, Online-Merker, 27.10.19)